Meridiem Finanz GmbH Insolvenz: Was Sie als Coaching-Kunde jetzt wissen müssen

Kategorie: Neuigkeiten, Rechtliches Allgemein

Die Meridiem Finanz GmbH war lange ein wichtiger Finanzierungsdienstleister für Online-Coachings. Nach der Insolvenz herrscht bei vielen Kunden Unsicherheit: An wen muss gezahlt werden, was passiert mit bestehenden Verträgen und welche Rechte haben Sie? Der folgende Beitrag erklärt die Hintergründe und zeigt, wie Sie richtig vorgehen.

Meridiem-Insolvenz: Verhaltenstipps für Coaching-Kunden

Was steckt hinter Meridiem und warum betrifft es so viele Coaching-Kunden?

Meridiem war ein großer Player im Bereich der Coaching-Finanzierung. Viele Anbieter nutzten das Unternehmen als Factoring-Dienstleister, um sofortige Zahlung für ihre Coaching-Verträge zu erhalten – auch dann, wenn Kunden Raten vereinbarten.

Das Prinzip funktionierte so:

  • Sie schließen einen Coaching-Vertrag beim Anbieter.
  • Die Zahlungspflicht wird an Meridiem ausgelagert.
  • Meridiem zahlt dem Anbieter den Großteil des Preises sofort aus.
  • Sie leisten anschließend Ihre Raten an Meridiem.

Für Anbieter war das attraktiv: schneller Cash-Flow, weniger Risiko. Für Kunden war es oft eine Möglichkeit, teure Coachings überhaupt zu finanzieren.

Warum ist Meridiem in die Insolvenz geraten?

Mehrere Faktoren haben dazu geführt:

  • Viele Coaching-Verträge wurden mit Kunden abgeschlossen, die finanziell überfordert waren.
  • Unzufriedenheit über ausbleibende Erfolge führte dazu, dass Raten nicht mehr gezahlt wurden.
  • Das BGH-Urteil zu Coaching-Verträgen sorgte zusätzlich für Unsicherheit.

Am Ende rutschte Meridiem in die Insolvenz – mit erheblichen Folgen für tausende Kunden.

Das Chaos nach der Insolvenz: An wen müssen Sie zahlen?

Genau hier wird es für viele Kunden schwierig. Es kam zu einer verwirrenden Kommunikationslage:

  • Der Insolvenzverwalter von Meridiem forderte Kunden auf, weiterhin an Meridiem zu zahlen.
  • Gleichzeitig verschickte die Raisin Bank AG Schreiben und behauptete, Forderungen von Meridiem übernommen zu haben.

Selbst Juristen mussten zweimal hinschauen, weil teilweise widersprüchliche Auskünfte im Umlauf waren. Viele Kunden wussten nicht, ob sie an Meridiem, an die Raisin-Bank oder erst einmal gar nicht zahlen sollten. Dass man sich hier überrumpelt fühlt, ist absolut nachvollziehbar.

Coaching-Vertrag Widerruf möglich?

Füllen Sie in wenigen Minuten unsere kurzen Fragebogen aus und erfahren Sie innerhalb kürzester Zeit, wie Ihre Chancen stehen und wie wir Sie bestmöglich unterstützen können. Sie erhalten ganz unverbindlich eine erste anwaltliche Einschätzung per E-Mail – binnen 24 Stunden.

Was Sie als Kunde jetzt tun sollten

Bevor Sie weitere Raten zahlen, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Prüfen Sie, wer tatsächlich Anspruchsinhaber der Forderung ist.
  • Leisten Sie keinesfalls Zahlungen ins Blaue hinein.
  • Vermeiden Sie das Risiko, versehentlich doppelt zu zahlen.
  • Holen Sie sich im Zweifel rechtliche Unterstützung – besonders bei hohen Beträgen.

Viele Fälle lassen sich bereits durch eine rechtliche Ersteinschätzung sortieren. Zudem sollten Sie prüfen lassen, ob Ihr Coaching-Vertrag überhaupt wirksam ist. Ein kostenloser erster Schritt ist der kostenfreie Widerrufs-Check.

Warum der Vertragscheck bei Meridiem-Finanzierungen besonders wichtig ist

Viele der finanzierten Coachings waren reine Online-Kurse oder digitale Programme. Genau solche Verträge fallen häufig unter das FernUSG. Was das bedeutet, erfahren Sie hier in der ausführlichen Erklärung zu was das FernUSG ist und warum es Online-Coachings betrifft.

Wenn der Coaching-Vertrag nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht, kann er oft widerrufen oder angefochten werden – selbst dann, wenn Meridiem als Zahlungsstelle eingebunden war.

Fazit: Ruhe bewahren und strukturiert vorgehen

Die Situation rund um Meridiem wirkt für viele Kunden chaotisch, zum Teil sogar merkwürdig. Zwischen Insolvenz, widersprüchlichen Schreiben und zweifelhaften Coaching-Verträgen ist es kein Wunder, dass Unsicherheit entsteht. Wichtig ist jetzt vor allem eines: keine übereilten Zahlungen leisten und die eigene Vertragslage prüfen lassen. So vermeiden Sie unnötige Risiken – und behalten die Kontrolle.

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